Fragen und Antworten - Was unsere Leser gerne wissen würden...
Wir freuen uns über weitere Fragen - per Mail oder im Gästebuch!

Ist das ein komisches Gefühl, auf seine Navigationskünste (oder die einer Software etc.) angewiesen zu sein ohne mal rechts ranfahren und nach dem Weg fragen zu können? Und wie stark ist das "Land in Sicht" Gefühl, wenn es dieses gibt? Ich stell mir das seeeehr entspannend vor, endlich Land zu sehen.
Wir haben das auch häufig in Berichten gelesen, wie happy man sei, wenn Land in Sicht kommt und man da rauskommt, wo man es vorgesehen hat. Das war sicher vor ein paar Jahren noch so, als man die großen Strecken nur mit klassischer Navigation bewältigen konnte. Diese Romantik nimmt uns heute die Elektronik ein wenig. Dank GPS wissen wir immer auf den Meter genau, wo wir sind. Die letzte Position in der Karte ist nie älter als zwei Stunden. Und wer's mag, kann unten vor seinem Laptop sitzen und mit dem Seekartenprogramm, wo sich ein kleines Schiffssymbol dank GPS-Schnittstelle bewegt, Computerspielchen machen. Insofern sind wir weniger euphorisch als eher erleichtert, wenn wir wie geplant ankommen und Land in Sicht kommt. Mehr aber ehrlich gesagt nicht - wir wissen ja ziemlich genau wann wir es sehen können müssten ;-) Außerdem: Wer fährt rechts ran und fragt? - Richtig!

Hat man eigentlich einen Liegeplatz im Hafen fest gemietet, so dass man die Chance auf Tagestouren hat, ohne befürchten zu müssen, bei Rückkehr keinen Platz mehr zu finden?
Im Prinzip hat man das. Und wenn man Bescheid sagt, kann man sicher auch auf den Platz zurück. Wissen wir aber auch nicht so genau. Das machen wir nämlich ehrlich gesagt nie. Und die meisten anderen auch nicht. Wenn wir irgendwo länger bleiben, dann machen wir nicht am Sonntag mal eine kleine Lustfahrt. Das ist uns viiiiiiel zu aufwändig, weil alles weggepackt werden muss, Landstrom raus, alles klarmachen usw. bloß um ein paar Stunden später alles wieder in der umgekehrten Reihenfolge zu machen... Komisch, ne? Ist aber so. Segeln dient mehr dazu, Distanzen zu überwinden, wenn man länger unterwegs ist.

Gibt es bisher irgendwas, was ihr komplett fehl eingeschätzt habt (außer Lebensmittelkosten)?
Das mit den Lebensmitteln kommt uns immer noch spanisch vor. Eventuell haben wir die Ausgaben nicht korrekt bereinigt, wenn wir Besuch hatten und dementsprechend zusammen mehr ausgegeben haben... Müssen wir weiter beobachten. Ansonsten: Nicht wirklich. Mit einer großen Ausnahme: Der Attraktivität des Segelns auf den Kanaren und überhaupt auf dem Atlantik. Dazu werden wir aber ausgiebig berichten, wenn dieses Kapitel abgeschlossen ist.

Was sind Großsegel und Reffs, wofür sind die gut und was sind die Unterschiede?
Also: wir haben zwei Segel. Das vor dem Mast heißt (Roll-) Genua, das hinter dem Mast Großsegel. Die Genua ist aber größer als das Groß. Und zwar erheblich: das Groß hat bei uns etwa 15qm, die Genua aber etwa 33qm. Wird der Wind stärker, empfiehlt es sich, die Segelfläche zu verringern (= zu reffen), wenn man bevorzugt, mit Mast anzukommen. Die Genua befindet sich in einem Profil, auf das man sie aufrollen kann und ist damit sehr einfach und stufenlos zu reffen, so ähnlich, wie wenn man Geschenkpapier auf eine Rolle aufwickelt. Unser konventionelles Groß (es gibt auch Roll-Großsegel) verkleinert man, indem man es ein Stück auf den Baum (das Rohr, das waagerecht vom Mast absteht) herunterzieht und dort festbindet. Von diesen Reffs haben wir drei. Das erste machen wir in der Regel ab einer Windstärke von 5 Beaufort, abgekürzt "Bft", (=17-21 kn Windgeschwindigkeit) rein, das zweite ab 6 Bft (=22-27 kn) und das dritte ab 7 Bft (=28-33 kn). Da bleibt dann noch eine Fläche übrig, die unter Seglern gerne als 'Geschirrtuch' bezeichnet wird. Tatsächlich ist es natürlich etwas größer, vielleicht so groß wie ein Betttuch?! Bei 8 und mehr Bft wird man wohl noch eine Weile im dritten Reff weiterfahren können, muss sich dann aber irgendwann mal was einfallen lassen. Wir selbst und die meisten Segler, die wir getroffen haben, versuchen diese Situation zu vermeiden und setzen Grenzen, bei denen nicht mehr aus dem Hafen rausgefahren wird. Für uns sind das Wettervorhersagen von mehr als 6 Bft. Wenn man schon unterwegs ist und die Windgeschwindigkeit darüber hinaus zunimmt, bleibt einem nichts anderes übrig, als damit umzugehen, aber unnötigen Stress müssen wir nicht haben. Wir sind ja nicht Ellen Mac Arthur (die das wahrscheinlich gar nicht stresst).

Die Sache mit all den mir unbekannten Männern, mit denen ihr offenbar zu tun habt: Wer ist Rasmus, der Blanke Hans und wie sie noch heißen? Eins steht fest: Auf keinen Fall werde ich mit einem von ihnen die Koje teilen. (Frage von Petra E. aus K.)
Rasmus ist der Gott der Meere und Freund wie Feind der Seefahrer. Um ihn vor einer Fahrt wohlgesonnen zu stimmen, bringt man ihm ein kleines alkoholisches "Opfer". Es gibt jedoch bis heute keine statistisch signifikanten Hinweise darauf, ob es was nützt. Wir opfern ihm immer ein wenig "Marie Brizard" oder Wein, bevor wir rausfahren, aber wir hatten neben vielen guten Segeltagen auch oft zuviel Wind oder Welle.
Den Blanken Hans möchte man nicht gern im Schiff haben, denn der macht alles nass und salzig - als Blanken Hans bezeichnet man das Seewasser, das es irgendwie von draußen reingeschafft hat.


Gewöhnt man sich nie an das schwankende Bett?

Unterwegs schaffen wir das bisher nicht. War ja aber auch noch nicht so oft. Im Hafen ist es eh' meist ruhig (Siehe 'Was uns nervt') und vor Anker ist das wie in einer Babywiege...

Darf man "wild" ankern?
Wenn mit 'wild' gemeint ist, dass man außerhalb irgendwelcher gekennzeichneter Flächen ankern kann, dann darf man das in aller Regel. Ausnahmen sind Ankerplätze in Häfen, wo meist ein bestimmter Bereich für Ankerlieger vorgesehen ist. Ob man in einer Bucht ankern kann oder nicht, hängt vielmehr davon ab, inwieweit sie vor Wind und Welle geschützt ist. Hier auf den Kanaren gibt es - sehr zu unserem Leidwesen - kaum wirklich sichere Buchten. Insofern ist Ankern hier immer wild: meist schaukelt es gewaltig und der Ankergrund ist meist schlecht. Wir freuen uns deshalb schon heute auf das Mittelmeer, wo man meist mehrere Buchten und Häfen zur Auswahl hat...

Kommt ihr bisher mit eurem finanziellen Plan hin?
Ja. Details demnächst an dieser Stelle, wenn es mal geregnet hat und wir Muße hatten, unsere Statistik zu pflegen (wir führen nämlich ein Haushaltsbuch)...

Habt ihr so was wie Heimweh bzw. fehlt euch was aus Deutschland?
Richtig Heimweh nicht, aber manchmal sehnen wir uns nach: Unseren Familien und Freunden und der Pfalz (!!!). Deutschland fehlt uns darüber hinaus nicht wirklich ;-)

Geht man sich auf eingeschränkten qm deutlich mehr aufn Sack, bzw. wie geht man sich ausm Weg?
Anfangs ein wenig. Man lernt aber, zu warten, wenn der andere gerade dort rumkrutschtelt, wo man hin will und beschäftigt sich derweil mit den vielen anderen Sachen, die immer zu tun sind. Im Hafen kann man überdies auch einen Spaziergang machen. Es war eigentlich bisher weniger die Enge, die unser zwischenmenschliches Beisammensein schwierig gemacht hat, sondern anfänglich der Stress aufgrund unseres neuen Lebensstils, der uns unausgeglichen und manchmal auch intolerant gegenüber dem Partner gemacht hat. Da schwelten in uns die Sorgen um die Fahrtüchtigkeit des Schiffs oder den nächsten Übernachtungsplatz und nicht zuletzt machten wir uns Gedanken über die Richtigkeit unserer Entscheidung. Wir waren oft angespannt, aber jetzt haben wir ein wenig Routine und sinds gelassener geworden. Fast immer.

Wie kommen eure Besucher aufm Boot zurecht bzw. wie ihr mit diesen?
Für Besucher, die selbst noch nicht längere Zeit auf einem Schiff gelebt haben (wie beispielsweise Adi, Thorstens Vater), ist die Menge der Regeln, die hier beachtet werden müssen, manchmal schwer zu verstehen. Kleiner Auszug: Kein Geschirr stehen lassen (fliegt beim Segeln durch die Gegend), keine Straßenschuhe an Bord (Gefahr des Anschleppens von Dreck und - viel schlimmer - Kakerlakeneiern), Klo für Dünnes 15mal und für Dickes 30mal abpumpen (sonst stinkt's im Schiff), nach dem Kochen Brenner im Herd abdecken (sonst verschwindet der Spiritus, ohne dass es was zu essen gibt), außer im Hafen so wenig wie möglich Lampen brennen lassen (eine Batterie ist kein Kraftwerk), Geschirr gut vorreinigen, sonst verstopft die Abwasserpumpe, und deren Reinigung ist nichts für zartbesaitete Gemüter. Daneben gibt es noch jede Menge anderer Sachen, deren Sinn sich nicht unbedingt auf den ersten Blick erschließt, die aber sehr wichtig für den reibungsfreien Ablauf an Bord sind. Zum diesem Thema siehe auch den Bericht unseres ehemaligen Gastes Susi Boxberg im Logbuch.
Aber alle Gäste haben sich bis jetzt gut arrangiert, glauben wir, und haben das Regelwerk der Marie Brizard gut überstanden.

Habt ihr ne Angel dabei, sprich ist eure Ernährung eher Meeresgetier?
Ja, wir haben zwei Schleppleinen. Allerdings sind wir die meiste Zeit damit beschäftigt, sie auszubringen oder reinzuholen oder zu enthuddeln (Grüße an Adi!). Leider und ungewöhnlicher Weise hat bisher keiner angebissen. Kommt aber mit Sicherheit noch. In der Karibik und im Mittelmeer waren wir schon erfolgreich. Außerdem sind die Kanaren mit das fischreichste Gebiet der Welt. Jeden Tag beißt ein Dummer an ;-). Ansonsten essen wir wesentlich mehr Fisch als zuhause.

Welchen "Luxus" gönnt ihr euch (also zum einen was ist momentan für euch Luxus und was davon gönnt ihr euch öfter)?
W-LAN (drahtloser Internetzugang), falls im Hafen installiert, gönnen wir uns manchmal für die komplette Liegezeit. Da müssen wir nicht mehr im Internetcafé Münzen einwerfen, sondern haben alles schön bequem auf unserem Laptop unter Deck. Ist aber meist gar nicht so teuer, etwa 20 Euro pro Woche.
Von Zeit zu Zeit gehen wir auch etwas essen, und unsere favorisierten Restaurants sind die "Cofradía de Pescadore", die schlichten Kneipen/Restaurants der Fischereigenossenschaft, die es in fast jedem Ort gibt, wo man noch zum Fischen rausfährt. Dort kriegt man immer den frischesten Fisch, einfach, aber liebevoll zubereitet, und preiswert ist es noch dazu. Das ist wirklich eine wohltuende Alternative zu den üblichen lieblosen Touristenverköstigungsmaschinerien, an deren Eingängen die Kellner stehen und Passanten mit flotten bis dümmlichen Sprüchen zum Einkehren bewegen wollen.
Desweiteren ist ein Mietwagen Luxus, aber den gönnen wir uns deshalb ab und zu, weil man - gerade auf den Kanarischen Inseln - sonst nicht zu den spektakulärsten Orten oder den Einstiegen zu Wanderwegen gelangt.
Die Waschmaschinen in den Häfen sind meist ein teurer Luxus: Eine Waschladung kostet fünf bis sechs Euro, das Trocknen nochmal mindestens vier bis fünf (letzteres machen wir deshalb nur in Notfällen). Besonders schmerzhaft sind diese Kosten meistens deshalb, weil die Waschmaschinen das Wasser nicht aufheizen und die Wäsche deswegen sozusagen nur parfürmiert, aber nicht richtig sauber wird.

Gibt es so was wie "das erste was ich mache wenn wir ganz zurück sind, ist xxx" -gedanken?
NADA!!

Fehlt euch euer Job in irgendeiner Weise?
Arbeiten gehen an sich? Ganz äährlisch? Nää! Aber wir denken schon an unsere Jobs (sogar häufger, als wir vermutet hatten) und werden sie ja auch weitermachen... An unsere Kollegen denken wir natürlich auch und sind auch regelmäßig im Kontakt mit ihnen!

Habt ihr Sprachprobleme?
So viel trinken wir nicht ;-) Aber tatsächlich tun wir uns in Spanien leider schwer. Zwar sprechen wir fließend französisch, italienisch und englisch, aber irgendwie finden wir spanisch sehr anders. Wir verstehen viel, aber selbst sprechen ist reichlich schwierig. Wir haben aber ein Lernprogramm dabei und geben uns darüber hinaus Mühe, so viel wie möglich Praktisches aufzuschnappen und einzusetzen.

Fühlt ihr euch im Urlaub?
Nein. Überhaupt nicht. Ist nur eine andere Art zu leben. Wir finden es besonders und freuen uns jeden Tag darüber, aber es ist auch ganz schlichter Alltag.

Hattet ihr schon Arztbedarf und wenn ja wie klappt das?
Bis jetzt gab es noch keine Situationen, in denen es die Notfalltropfen (entweder Bachblüten oder - für die härteren Fälle - Carlos III (spanischer Brandy)) nicht getan hätten. Ansonsten scheint das Angebot an medizinischer Versorgung auf den Kanarischen Inseln sehr gut zu sein. Ist halt EU, und noch dazu sind die Inseln wohl auch für deutsche Mediziner attraktiv. Man sieht oft deutsche Namen auf den Schildern der Praxen.

Was nervt Euch so richtig?
Da haben wir lange nachdenken müssen. Das erste, was uns eingefallen ist: Schwell im Hafen - durch die Gezeiten ist das Wasser immer in Bewegung. Das führt dazu, dass Marie sich immer wieder ruckartig in ihre Festmacher hängt. Und drinnen schüttelt es einen. Und es klappert. Und man kann nichts dagegen machen... Ansonsten nervt uns eigentlich nix: nicht die Enge, nicht das Einkaufen, nicht das Reparieren etc. Was uns aber immer wieder zeckt, sind manche unserer Seglerkollegen. Wir hatten ja bereits angedeutet, dass es da spezielle Spezialisten gibt, die sich wahlweise durch Besserwisserei, Angeberei oder Langweilerei (z.B. nicht enden wollende Aufzählungen von Ausrüstungsgegenständen einschließlich deren Vor- und Nachteile) oder eine Mischung daraus hervortun und (leider) häufig Deutsche sind. Das hat unsere Euphorie für die Fahrtenseglerfamilie etwas gebremst, aber wir sind weiter offen und freuen uns über die paar Netten, die wir treffen (zuhause ist das schließlich auch nicht anders).

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Baby an Bord

Natürlich haben wir uns lange mit der Frage beschäftigt, ob wir einem Kleinkind eine lange Reise auf einem Segelboot zumuten können. Viele Leute haben uns ihre Bedenken geschildert und uns gewarnt. Unsere eigenen Erfahrungen mit Moritz auf dem Segelboot oder sonst unterwegs im Zelt und in der Natur sowie die Berichte anderer segelnder Eltern haben uns schließlich sicher gemacht, das verbleibende Risiko auf uns nehmen zu können.

Nicht ohne jedoch alle möglichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen zu haben. Dazu zählt für uns neben den gängigen Sicherheitsmitteln: Relingsnetz rund um das Schiff, Sicherheitsleine und automatische Rettungsweste für Moritz, eine entsprechend angepasste Bordapotheke und vor allem: feste Regelungen und größtmögliche Vorsicht bei der Betreuung unseres Kindes.

Welche Risiken gibt es an Bord? 1. die Möglichkeit über Bord zu fallen, 2. die Gefahr von Verletzungen und 3. die Gefahr von mit Bordmitteln nicht behandelbaren Krankheiten. Punkt 1 und 2 lassen sich durch oben genannte Maßnahmen weitestgehend reduzieren. Tatsächlich kritisch ist der 3. Punkt: hier haben wir uns einerseits durch unseren Kinderarzt beraten lassen und außerdem durch Christianes Vater, der Arzt ist und Expeditionserfahrungen hat sowie ihrem Bruder und seiner Freundin, die auch beide Ärzte sind, eine umfassende Bordapotheke zusammenstellen lassen.

Unsere weiteren Erfahrungen zu diesem Thema werden wir hier nach und nach schildern...  

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Was kostet das?

Das Thema Geld war natürlich für uns - wie wohl für die meisten anderen auch - die ganz zentrale Frage bei der Planung und Organisation unserer Reise. Ganz einfach aus dem Grund, dass es uns nur in begrenztem Umfang zur Verfügung steht... Macht man sich im Internet und sonstwo auf die Suche nach Erfahrungsberichten, Tipps und Hinweisen, tun sich mehr und mehr Fragezeichen auf: wir haben kaum detailierte und konkrete Informationen gefunden, anscheinend ist Geld auch hier etwas, worüber man nicht so gerne redet. Die einzige verwertbare Aussage war letztendlich diese (leider weiß ich nicht mehr, woher sie stammt):

Die Aussage, dass man soviel Geld benötigt, wie zur Verfügung steht, ist häufig zu finden und es ist sicherlich etwas wahres dran. Tatsächlich hängen die Ausgaben natürlich vor allem davon ab, wieviel man auf der hohen Kante hat, außerdem aber natürlich auch von: der Situation zuhause, den individuellen Ansprüchen, dem Zustand und der Größe des Schiffes, dem gewünschten Ausmaß an Sicherheiten etc.

Um die ganze Sache mal etwas konkreter zu machen, hier einmal die Grundlagen unserer Planung - wir sind gespannt, ob sie am Ende aufgeht. Die finanzielle Planung muss sich nach unserer Vorstellung natürlich in das Gesamtkonzept einfügen, das bedeutet für unseren Fall:

Und in Zahlen bedeutet das folgende Planung für die monatlichen Ausgaben:

  • Instandhaltung des Schiffes (Reparaturen, Ersatzteile, Kranen etc.)

200.- EUR

  • Versicherungen (Haftpflicht und Kasko Schiff, Reisekrankenversicherung, weiterlaufende Versicherungen zuhause)

200.- EUR

  • Lebensmittel

250.- EUR

  • Ausflüge/ Essengehen

100.- EUR

  • Hafengebühren

250.- EUR

  • Kleidung

0.- EUR

  • Treibstoff Motor/ Brennstoff Herd

150.- EUR

  • Kommunikation (Handy, Internet etc.)

50.- EUR

  • laufende Kosten zuhause

50.- EUR

  • Unvorhergesehenes

100.- EUR

Macht summa summarum 1350.- EUR pro Monat bei einer, aus unserer Sicht sehr sehr vorsichtigen bzw. fast schon luxuriösen Kalkulation - wir rechnen eher mit weniger Fixkosten und mit einem höheren Anteil der unvorhersehbaren Kosten. Das wiederum bedeutet, dass man mit rund 15.000 EUR ein Jahr miteinander verbringen kann. Die muss man natürlich erst einmal haben. Hinzu kommen natürlich noch die Anschaffungskosten für Schiff und Ausrüstung...

Nach fünf Monaten hier eine erste Zwischenbilanz - um es kurz zu machen: Die Rechnung geht auf - puhh! Wir hatten zwar gehofft, wir würden unsere Kalkulation unterbieten - aber es stimmt: Man gibt so viel aus wie man hat ;-) Allerdings: es hat sich so einiges verschoben. Hier mal Fakten, Fakten, Fakten:

  • Lebensmittel

500.- EUR

  • Verbrauchsmaterial (Windeln bis Haushaltswaren)

40.- EUR

  • Hafengebühren

230.- EUR

  • Schiffsbedarf

220.- EUR

  • Diesel

50.- EUR

  • Kommunikation

50.- EUR

  • Sonstiges (Ausflüge, Essengehen etc.)

280.- EUR

 

1370.- EUR

Bei Lebensmitteln lagen wir also voll daneben - keine Ahnung, wie es kommt - wir sparen zwar nicht, aber wir essen nicht nur Hummer und Kaviar. Auch der Wein kann es nicht sein, denn der kostet nie mehr als 2.- EUR. Wahrscheinlich wächst Moritz so sehr! Die Hafengebühren liegen hier auf den Kanaren zum Glück wesentlich unter denen im Mittelmeer. Dort können wir dann aber mehr ankern und so die Kosten etwa gleich halten. Die Kosten für Marie kommen auch hin - wobei es immer größere Sachen waren, die diese Kosten verursacht haben, wie z.B. Einspritzpumpe überholen und Segel optimieren (UV-Schutz für die Genua, zusätzliches Vorsegel umarbeiten und 3. Reff fürs Groß) - aber das treibt uns eben an... Der Dieselverbrauch ist seit Spanien erheblich zurückgegangen - ab und zu können wir auch mal Segeln, im sommerlichen Mittelmeer wird das auch wieder mehr werden. Kommunikation beinhaltet vor allem Handy und Internet - wenn wir im Hafen WLAN bekommen können, gönnen wir uns das (macht etwa 3.- EUR am Tag). Ausflüge auf den Kanaren werden schnell teuer, weil es sich anbietet, ein Auto zu mieten. Das wird im Mittelmeer wohl tendenziell auch nachlassen.


Links

hier eine Auswahl von Links, die wir gut und hilfreich finden:

Portale und Zeitschriften

Palstek

Für uns die beste deutschsprachige Segelzeitschrift

Transocean e.V.

Verein zur Förderung des Hochseesegelns - fast schon ein Muss für den Fahrtensegler, zwar nicht auf dem neuesten Stand der Technik, dafür viele Infos von Seglern für Segler

Bluewater

Viele deutschsprachige Infos für Fahrtensegler

Segelnetz

Nicht sehr übersichtlich, aber viele Infos rund ums Segeln

Yacht-Forum

Die Foren für alle Themen rund um's Segeln - zum Nachschlagen und Diskutieren, mal im raueren (Yacht), mal im netteren Umgangston (die beiden anderen)

Boote-Forum

Skipper-Forum

Yachtskipper

Ein wenig unübersichtlich, aber viele gute Infos und Links für Segler

 

 

Berichte anderer Segler

Ironlady

Tolle, umfangreiche und täglich aktuelle Berichte einer Weltumsegelung, neuerdings auch mit Baby - das qualitative und quantitative Nonplusultra der Berichterstattung, für uns aufgrund fehlender Technik leider nicht erreichbar...

Allein auf See

Johannes allein unterwegs über den Atlantik. Wir haben vorher noch zusammen Spaghetti gegegessen ;-)

Cruisenews

Englischsprachige Seite mit zahlreichen Berichten von Fahrtenseglern

Cruiseweb

Englischsprachige Seite mit sehr detaillierten Informationen rund um alles, was mit Ausrüstung und Langfahrt zu tun hat, ergänzt durch viele Berichte von Fahrtenseglern.

Kaya

Informative Seite von Rüdiger Hirche und Gaby Kinsberger - deren Buch "Blauwassersegeln heute" wir sehr empfehlen können

Aledia

Die beiden von der Aledia haben wir leider nur kurz in Pasito Blanco getroffen...

Grote Beer

Els und Harm mit der Grote Beer haben wir in Sta. Cruz de Tenerife kennengelernt

White Witch

Berichte von Weltumsegelungen bzw. längeren Törns auf den großen Ozeanen

Aeola    

Seenomaden

Breakpoint

Bobby Schenk

Blauwasser

Coco de mer

Big Blue Iti

Veligandu

Berichte aus dem Mittelmeer

Insidersegeln

 

 

Nautische Informationen

Karten und Informationen

Nautische Informationen und Karten der National Geospatial Intelligence Agency weltweit zum Downoad

Noonsite

Seite von Jimmy Cornell mit vielen Infos zu Häfen und Revieren weltweit

Guide mediterranee

Französischsprachige Seite mit dehr detaillierten Infromationen zu Häfen, Distanzen, Wetter etc. im Mittelmeer

Sailorsworld

Infos der Veligandu-Crew zum Mittelmeer

Korsika-Toern

Infos über das Seegebiet Korsika und Sardinien

 

 

Praktisches

Dieselseite

Alles rund um den Einbaudiesel - englischsprachig

Schiffsmotoren

Infos und Materialien zu vielen Schiffsmotoren

Sicherheit auf See

ABC der Sicherheit auf See

Yachtskipper

Viele Infos zur Bordpraxis und zu technischen Themen

 

 

Wetter

Deutsche Welle

Seewetterberichte der Deutschen Welle

Wetteronline

Online und per SMS lassen sich hier detaillierte Wetterinfos abrufen

Wetterklima

Sehr gute und umfangreiche Übersichtsseite mit Wetterinformationen für verschiedene Seegebiete

Meteo-France

Hervorragende und immer aktuelle Informationen für das gesamte Mittelmeer und den Atlantik - allerdings nur für Frankophile...

Deutscher Wetterdienst

Deutssprachige Vorhersagen für Mittelmeer, Atlantik sowie Nord- und Ostsee

INM

Instituto Nacional de Meteorologia - Spanischer Wetterdienst mit sehr umfangreichen und vor allem exakten Vorhersagen und Grafiken für die verschiedenen Seegebiete

Fleet Numerical Meteorology and Oceanography Center

Amerikanische Seite mit äußerst umfassenden Wetterkarten für alle Seegebiete

Globalmarine

Hier kann man GRIB-Files und die erforderlichen Programme herunterladen - sehr detaillierte Vorhersagen, die man auch als Mail abonieren kann

Intermar

Gemeinnütziger Verein von Amateurfunkern, der u.a. über Kurzwelle individualisierte Wetterberichte sendet

Windguru

Ähnliche Aufmachung - sehr detaillierte Wind- und Wettervorhersagen für eine Woche

Windfinder

 

 

Links

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Tools

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Ein FTP-Programm via Internet , z.B. zur Pflege der Homepage unterwegs

 

 

Privates

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Beratung - Coaching - Training: Unser gemeinsames zweites Standbein neben unseren festen Jobs

Vom Fässl

Edle Spirituosen, Weine, Essige & Öle, Feinkost und Spezialitäten - online bestellen oder in dem Geschäft in Speyer probieren... Adi berät Euch gerne!

Zweizeit

Die Abenteuer von Achim und Susi: mit dem Motorrad nach Kapstadt und nach Wladiwostok

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